
Krohwinkels Pflegemodell hat Erhaltung bzw. die Entwicklung von Unabhängigkeit (Autonomie) und Wohlbefinden des Menschen zum Ziel. Ihr Modell zeigt die Bedeutung von fähigkeitsorientiert- fördernder Prozesspflege auf, bei der die individuelle Lebensgeschichte und Lebenssituation sowie die Förderung von Fähigkeiten des Menschen im Zentrum stehen.
Dieses Pflegeverständnis entspricht auch dem unsrigen, indem gezielt Fähigkeiten, Ressourcen, Gewohnheiten und Wünsche der Bewohner in den Pflege- und Betreuungsprozess mit eingebunden werden.
Die Beschreibung der Schlüsselkonzepte bilden die Grundlagen für Krohwinkels Pflegemodell.
Beeinflusst wurde sie dabei von Carl Rogers, Maslow, Martha Rogers, Peplau, Travelbee, Henderson, Roper und Orem (Krohwinkel, 1997/ 1998).
Der Mensch steht sowohl für die Person des Kunden als auch für die Person des Pflegenden. Wie Martha Rogers sieht auch Krohwinkel den Menschen als „einheitliches, integrales Ganzes, das Mehr und anders ist als die Summe seiner Teile, mit seiner eigenen Identität und Integrität“ (vgl. Arets, Obex, Vaessen, Wagner, 1999).
Der Mensch hat die Fähigkeit zu Entwicklung, zu Wachstum und zu Selbstverwirklichung. „Er kann entscheiden, handeln und verantworten“ (Arets et al., 1999).
Der Bewohner mit seinen individuellen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt pflegerischer Entscheidungen. Er wird in diese mit einbezogen, ggf. durch Interessenvertreter wie Angehörige etc.
Der Pflegende hat das Recht und die Pflicht zur Selbstpflege, um seinem Pflegeauftrag gerecht zu werden.
Mensch und Umgebung sind offene, sich wechselseitig beeinflussende Systeme. Die Umgebung ist wesentlicher Bedingungsfaktor für Leben, Gesundheit und Wohlbefinden. Mit „Umgebung“ ist neben der sozialen auch die ökologische, physikalische, materielle und gesellschaftliche Umgebung gemeint (Arets et al. , 1999).
Umgebung prägt den Menschen und der Mensch prägt die Umgebung. Umgebung kann Sicherheit, Geborgenheit, Stimulation und Wertschätzung vermitteln.
Pflegende bzw. Angehörige anderer Berufsgruppen, Ehrenamtliche und Angehörige schaffen ein Milieu , das dem Wohlbefinden der Kunden Rechnung trägt, d.h. wir erfragen spezifische Bedürfnisse z.B. zur räumlichen und sozialen Umgebung, damit der Kunde seine vertrauten Gewohnheiten fortsetzen kann.


Nach Krohwinkel sind Gesundheit und Krankheit zwei dynamische Prozesse“, die sich den Pflegenden als Fähigkeiten (Ressourcen) und als Defizite (Probleme) zeigen. Wohlbefinden und Unabhängigkeit sind nach Krohwinkel subjektiv empfundene Teile der Gesundheit (Arets et.al., 1999) Bedeutung für unser pflegerisches Handeln. Pflegende nehmen den Kunden mit seinen individuellen Fähigkeiten und Defiziten wahr und planen, darauf aufbauend, pflegerisches Handeln. Kunden und Angehörige werden in Entscheidungen mit einbezogen.
Krohwinkels Pflegeverständnis stellt den Menschen mit seiner Einzigartigkeit in den Mittelpunkt (s. Schlüsselkonzept der Mensch). Der Pflegende hat die Aufgabe, den Menschen in seinem Streben nach Unabhängigkeit zu fördern. Dabei spielt absolute Wertschätzung und Respekt gegenüber den Wünschen, Gewohnheiten und Bedürfnissen eine bedeutende Rolle:
„Pflegebedürftige Menschen und ihre persönlichen Bezugspersonen in pflegerischen Prozessen als Person zu würdigen, zu unterstützen und zu fördern heißt, ihre Autonomie zu respektieren im Denken, Wollen, in Entscheidungen, im Selbst- Handeln und in ihrer Emotionalität.“ (Krohwinkel, 1997/ 1998)
„Fördernde Prozesspflege in der Anwendung auf den Pflegeprozess hat somit das Ziel, den betroffenen Menschen zu ermutigen, solche Fähigkeiten zu erhalten und wieder zu entdecken, die ihnen helfen, Bedürfnisse in den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) allein oder mit Unterstützung zu realisieren, mit auftretenden Problemen umzugehen und sich dabei zu entwickeln.
Hierbei ist die prioritätenorientierte Vernetzung der AEDL wesentlich. Das Erleben von Unabhängigkeit und Wohlbefinden sind in solchen Prozessen zentral fördernde existentielle Erfahrungen.“ (Krohwinkel, 2001)
Krohwinkels Modell der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens zählt zu den so genannten Bedürfnismodellen.
Bei diesen Modellen steht der Mensch mit seinen (Grund-) Bedürfnissen sowie deren Befriedigung im Zentrum pflegerischer Handlungen. Ist der Mensch nicht mehr in der Lage, diese Bedürfnisse selbständig zu befriedigen, benötigt er Pflege.
Die Bedürfnisse/ Gewohnheiten, Fähigkeiten/ Ressourcen und die Probleme, Ursachen und Symptome werden in 13 Bereiche gegliedert:
12 Aktivitäten des Lebens und zusätzlich, die existentiellen Erfahrungen des Lebens, in drei Bereiche untergliedert (s. Tabelle)
Die AEDL sind positiv formuliert: Die Fähigkeiten und die Bedürfnisse des Menschen werden auf dem Hintergrund gesundheitsorientierter Sichtweise angeführt. Dahinter steht die Absicht, den Pflegenden die gezielte Suche nach den Fähigkeiten/ Ressourcen und deren Förderung als primäre Aufgabe bewusst zu machen.
Die Probleme, Ursachen und Symptome (wie zeigt sich das Problem) bilden die so genannten Pflegediagnosen.
Erst die Feststellung der Fähigkeiten und die der individuellen Bedürfnisse/ Gewohnheiten ermöglichen den Pflegenden, einen individuellen Pflegeplan zu erstellen. Daher müssen die individuellen Ressourcen in die Pflegemaßnahmen integriert werden. Der Kunde ist in die Planung mit einzubeziehen, da seine individuellen Bedürfnisse maßgebend sind. Kann der Bewohner sich nicht zu seinen Bedürfnissen äußern, werden Angehörige miteinbezogen und/ oder der/ die Pflegende versucht anstelle des Bewohners, die Wünsche/ Bedürfnisse zu formulieren. Dabei spielen sowohl die lebensgeschichtlichen Erfahrungen/ Prägungen als auch die nonverbale Kommunikation des Kunden eine entscheidende Rolle.


Pflegedienst Veritas in Stuttgart
We firmly believe that the internet should be available and accessible to anyone, and are committed to providing a website that is accessible to the widest possible audience, regardless of circumstance and ability.
To fulfill this, we aim to adhere as strictly as possible to the World Wide Web Consortium’s (W3C) Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1) at the AA level. These guidelines explain how to make web content accessible to people with a wide array of disabilities. Complying with those guidelines helps us ensure that the website is accessible to all people: blind people, people with motor impairments, visual impairment, cognitive disabilities, and more.
This website utilizes various technologies that are meant to make it as accessible as possible at all times. We utilize an accessibility interface that allows persons with specific disabilities to adjust the website’s UI (user interface) and design it to their personal needs.
Additionally, the website utilizes an AI-based application that runs in the background and optimizes its accessibility level constantly. This application remediates the website’s HTML, adapts Its functionality and behavior for screen-readers used by the blind users, and for keyboard functions used by individuals with motor impairments.
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Screen-reader optimization: we run a background process that learns the website’s components from top to bottom, to ensure ongoing compliance even when updating the website. In this process, we provide screen-readers with meaningful data using the ARIA set of attributes. For example, we provide accurate form labels; descriptions for actionable icons (social media icons, search icons, cart icons, etc.); validation guidance for form inputs; element roles such as buttons, menus, modal dialogues (popups), and others. Additionally, the background process scans all the website’s images and provides an accurate and meaningful image-object-recognition-based description as an ALT (alternate text) tag for images that are not described. It will also extract texts that are embedded within the image, using an OCR (optical character recognition) technology. To turn on screen-reader adjustments at any time, users need only to press the Alt+1 keyboard combination. Screen-reader users also get automatic announcements to turn the Screen-reader mode on as soon as they enter the website.
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